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מקסימלי alleine durch Israel

Zweiter von vier Teilen meiner kleinen Tour durch den Sonnenblunen- Staat. Der Rest kommt Morgen!

Da saß ich also, auf der Rückbank einer kleinen Miet-Limosine. Links neben mir Mr. J. Ein junger Mann der gerade sein FSJ in Amersfoord absloviert und wie ich hier im Urlaub ist. Getroffen haben wir uns am ersten Abend im Club. Die restlichen drei Personen sind die Volunteerin Mrs. K, ihr Vater und ihr Bruder, beide für einen 4 tägigen Kurztrip in Israel. Wir stellen fest, ich sitze in einem Auto einer mir unbekannten Marke mit 4 mir wildfremden Menschen und ich habe nur ein grobe Ahnung wohin es geht. Mister_J sowie Sy habe ich in Jerusalem gelassen. Sie machen sich auf dem Weg nach Yad Vashem, deren Bericht ist ja schon online. Mrs. K. fährt und hat zugleich die Tour für heute geplant, sie ist wie Mr. S seit fast einem Jahr in Israel und arbeitet soweit ich mich erinnern kann im Kindergarten für Kinder mit Behinderungen und besucht und hilft 4 Shoa-Überlebende. Erste Station ist Nazareth, über die Fahrt gibt es wenig spannendes zu berichten, ausser das es ohne weiteres möglich ist bei Tempo 100 und vollebladenen Auto Wurstbrote aus dem Kofferraum zu holen ohne dabei anhalten zu müssen. Nazareth selbst liegt im arabischen Teil und ist potthässlich! Wirklich! Es gibt dort nichts zu sehen außer die große, nicht zu übersehende Kirche die an der Stelle gebaut ist, wo Joseph und Maria vor Jesu Geburt gelebt haben sollen. Die Kirche ist sehenswert, hat zwei Etagen (Schrein unten)aber nicht das Highlight was man vielleicht erwartet.

Von Nazareth geht’s weiter in den Norden, längs des Sees Genezareth versuchen wir eine Ausgrabungsstädte zu finden, dass gestaltet sich aber um ein vielfaches schwieriger als erwartet. Anstatt die Stelle zu finden verzehren wir ein Eis und suchen weiter. Wir sind mittlerweile am Anfang der Golan Höhen und entsprechend gestaltet sich die Suche schwieriger als gedacht – Dafür gibt es aber eine atemberaubende Aussicht.

Nach ein wenig (ca 1 Stunde ) durchfragen erreichen wir die 4200 Jahre alte Ruine. Die Städte liegt kurz vor Rosh Pina und ist eine alte befestigte Stadt – besser gesagt, dass was davon übrig geblieben ist.
Wir sind neben dem Wachmann die Einzigen auf dem Gelände welches an machen Stellen so aussieht, als würde da immer noch gegraben und gebuddelt. Die Stadt hat, jedenfalls auf der Karte ein gigantisches Ausmaß gehabt. Übring geblieben sind zwei Wohneinheiten, die Überreste der Stadtmauern und des Tronsaals sowie der alte Wasserspeicher . Zugegeben es ist schon imposant über 4200 Jahre alte Steine zu trampeln.
Achja sagte ich bereits, dass die Aussicht super ist?

Alles Einsteigen es geht weiter. Von den 11 geplanten Zielen sind schon 4 gestrichen (wegen mangelnder Zeit) weiter in Richtung Golan! Golan? Aussicht Phantastisch!
Gigantisch! Und ungewöhnlich Grün! Ich werde dazu nichts sagen sondern einfach Bilder sprechen lassen (kommen im laufe des Tages!).
Nachdem wir drei Naturschutzgebiete angefahren sind, die leider alle schon geschlossen haben (Ursprung Jordan etc) geht’s über ehmaliges Syrisches Gebiet nach Jerusalem zurück. Heißt: Ab durch die entmilitarisierte Zone (jehar schlafende UNO Soldaten in Autos, da fühlt man sich doch glatt sicher..) Richtung Westbank. Die Gegend ist etwas karg, es laufen, ungewöhnlich für den israelsichen Teil Schaafe über die Fahrbahn… Am Ende des Sees Genezareth gibt es einen kleinen bade Zwischenstopp. Fast alle Stellen sind kostenpflichtig, am südlcihen Ende gibt’s aber eine kleine Stelle welche man kostenlos aufsuchen kann.(okay nebenan liegen noch die Minen aus dem Syrischenkrieg aber „who cares“) Die Abkühlung tut gut, nach mittlerweile 8 Stunden unterwegs bei geschätzten 35*C. Während Mrs. K Mr. J und Ich baden (die beiden Anderen latschen derweil auf den Wegen Jesu) geht die Sonne unter, und das richitig schnell, dennoch mega schön und ein geniales Gefühl. Wir fahren weiter, besser gesagt: ICH fahre weiter. Ja ich ganz alleine in einem Mietwagen der erst ab 24 Jahren versichert ist! Ich muss dazu sagen, dass ich nochnichteinmal aus der Probezeit raus bin und nicht annehme, den erforderlichen internationalen Führerschein zu haben aber nun gut. Ich fahre in die Dunkelheit, die Dämmerung dauert hier höchstens 30 Minuten, danach ist es Dunkel, Dunkel ist aber was anderes wenn man durch die Westbank fährt wo die Staßen in einem desolaten Zustand sind, es keine Warnschilder – dafür aber Haarnadelkurven(!) und solche Bodenwellen gibt, dass man entgegenkommende Autos, trotz eingeschalteten Nebelscheinwerfern nicht sehen kann und sie aus dem nichts auftachen. Diese Fahrt war krass! Man muss mega konzentriert sein – auf gute Bremsen vertrauen und die Leute die auf der Fahrbahn tanzen genauso ignorieren wie die Panzer die transportiert werden. Derweil unterhalten sich die Mitfahrer munter weiter und ahnen gar nicht welch ein Schiss ich zwischendurch habe als mir ein Laster in der Kurve fast das Heck weg fährt. Ähnlich ergeht es mir als auf Höhe von Ramallah auf einmal drei Leute mit Stöckern auf der Fahrbahn stehen… Nunja wir kommen heile in Jerusalem an und futtern für 25 NIS eine mega- giga- riesen Magaritha! – Die richtige Stärkung um Morgen meinen Besuch in der Hardcore-Siedlung Hebron anzutreten wo regelmäßig die Luzi brennt …

Rest Morgen- Es ist halb 4 morgens Akku leer – Euch einen guten Tag

PS: ICH SCHREIBE NIEMANDEN EINE POSTKARTE


4 Antworten auf „מקסימלי alleine durch Israel“


  1. 1 Conserve 10. Juli 2009 um 2:50 Uhr

    bin ich mal gespannt auf die Bilder…Pizza Margaritha hoert sich ja auch gut an, wie Doener am Nordpol. Viel Spass noch, unpatriotischer Gruss aus HH

  2. 2 Ziehu 10. Juli 2009 um 12:44 Uhr

    Tolle Beschreibung. Auch diesmal wieder lässt du das Andere sprechen und die Leserin erhält eine Vorstellung von der Region.
    Danke + noch viel Reisespaß.
    Fahrt ihr auch noch dahin, wo Abr. seine Bäumchen pflanzt?
    Ziehu

  3. 3 Benjamin 18. Juli 2009 um 10:50 Uhr

    du bist großartig!

  4. 4 Conserve 30. Dezember 2009 um 1:41 Uhr

    Schöne Bilder

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