Save Israel
patriotact

Ende des Blogs

Hey, schön wars. 16 Tage Israel kreuz und quer. Dieser Blog findet jetzt sein Ende. Alle Bilder werdern auf verschiedenen Portalen wie Myspace oder Facebook gepostet. Bilder von mir können hier eingesehen werden: http://www.23hq.com/maxmalkus/album/4581356?page=1 . Für die, die nach der Reise auf den Blog stoßen soll gesagt sein, dass die meisten Berichte mitten in der Nacht (zwischen 4 und 6) geschrieben worden sind und daher vielleicht an machen stellen schwerer zu durchblicken sind. Auch haben wir es nicht geschafft immer über alles zu schreiben und sachen wie „Bild des Tages“ konsequent weiter zu führen, dafür war der Urlaub einfach zu cool und die Zeit zu schade vorm PC zu sitzen. Wir werden auch im Nachhinein nichts mehr ändern. Trotzdem wollen wir an dieser Stelle alle ermutigen nach Israel zu reisen und sich das Land nicht entgehen zu lassen. Vielleicht gibts ja bald einen Patriotact II von uns. Für die Israelsolidarischen unter euch – versucht ne „Breaking the Silence“ Tour zu erwischen, auch wenn die Organisation ein wenig stinkig ist und strange Postionen vertritt ist es dennoch ein Einblick den man mal erwischt haben sollte wenn man schon da unten ist.

Bis dahin alles Gute!

Yad Vashem und Jerusalem…

… spar ich mir an dieser Stelle, zum einen weil wir seit Gestern wieder zurück sind, zum anderen weil Jerusalem nicht so besonders ist und Yad Vashem nicht beschrieben werden muss. Jeder der die Gelegenheit hat sollte hingehen, der Aufbau als auch der Umfang sind überwältigend.

Gaza Minibericht

Hey Guys,
wie ihr wisst, waren wir heute in Sderot und von dort aus an der Grenze zu Gaza. Einen ausführlichen Bericht gibts später. Zunächst ein kleines Video … die ersten Schüsse wir heute nachmittag hörten.

Erste Schüsse …

Hi Leute,
Heute haben wir eine unsere ersten Ideen umgesetzt und sind nach Sderot gereist und einen Blick auf Gaza geworfen. Die Anreise gestaltete sich bereits komplizierter als gedacht. Nicht nur, dass wir den ersten zug verpassten, sind dann auch noch in Ashkelon zu früh aus dem Bus ausgestiegen. Nach weiteren Busfahrten mit Egged kamen wir in Sderot an. Zuerst bekamen wir die als Bunker ausgebauten Bushaltestellen zu sehen. Weitere Orientierungsprobleme stellten sich damit ein, dass die Stadtpläne in Sderot zu 90 % auf hebräisch sind. מקסימלי schlich sich ein wenig dreist in eine „Israel Policestation“ ein. Gute Idee: Dort konnten wir die in den letzten 2 Jahren in Sderot eingeschlagenen Raketen begutachten.

Richtung Gaza-Border machten wir uns zu Fuss auf den Weg. מקסימלי erfragt uns erfolgreich den Weg und nach einigen verwunderten Blicken der Gefragten trafen wir auf einen sehr hilfsbereiten IDF-Soldaten der uns den Tipp gab Richtung des Kibbuz Nir-Am zu gehen. So weit im Süden Israels nähe der ägyptischen grenze ist es wirklich verdammt heiss, unterstützt durch die karge, wüstenähnliche Beschaffenheit des Geländes entwickelte sich dieser Fussmarsch zu einer richtigen Tortur. Zunächst trafen wir nur auf ein Wasserreservoir Israels und hörten dort in weiter Entfernung erste Schüsse. Kurz darauf stießen wir auch einen militärischen Checkpoint und wurden auch direkt von IDF’s angesprochen. Diese aber ließen uns nach einem kurzen Gespräch passieren. Auf dem „Highway“ entlang der Grenze hörten wir die ersten Schüsse in unmittelbare Nähe. Sehr seltsames Gefühl, na ja … „Border to Gaza“ halt. Nach einigen Fotos von einem Aussichtspunkt fuhren wir erschöpft mit einem Bus voller IDF’s für 18 ILS zurück zur Tel Aviv CBS.

View on Gaza

Hebron Falafel 2 NIS

Und der dritte Teil (einer kommt noch).

Wer jetzt aber glaubt, dass wir nach der Pizza friedlich einschlafen sind irrt. Das Haus hat eine wunderschöne Dachterrasse auf der wir, ich, Mr J. und Mrs. K uns traffen und eine kurze Dokumentation von „Breaking the Silence“ sahen. Breaking the Silence ist eine Organisation von ehemaligen Soldaten und Soldatinnen welche in den Siedlung Hebron stationiert waren und nun, nach dem Ableisten des 3 Jährigen Grundwehrdienstes (2 Jahre für Frauen) verweigern, heißt ihren Militärdienst den sie einen ca. Monat pro Jahr ableiten müssen nicht antreten. (Gesamtverweigerer gab es dieses Jahr nur 8 habe ich mir sagen lassen, darüber hinaus noch die, die aus religösen Gründen nicht zur Arnee müssen). Die Organisation soll nicht ganz so kosher sein – aber man muss sich ja beide Seiten anhören! Hebron ist eine arabische Stadt in der Westbank welche durch jüdische (und nicht sekuläre) Siedler besiedelt wurde, und dies in einer sehr fanatischen und Art und Weise…(habe ich mir ebenfalls sagen lassen). Der Film zeigt sehr beeindruckend, wie es in den Siedlungen zugeht, u.a. kommentieren die SoldatInnen, die den Auftrag hatten die Siedler vor der arabischen Bevölkerung zu schützen, wie sich dies ins Gegenteil verkehrt (gerade am Shabbat- paradoxer Weise) und wie junge SoldatInnen die Situation bewältigen. Wie gesagt der Film war sehr bewegend, zwar war vorher schon klar, dass Siedlungspolitk nicht so dolle ist aber war es bisher doch immer nur ein Thema am Diskussionstisch und ging in der Gesamtheit der Diskussion über Zionismus und das Recht auf einen israelischen Staat unter. Jedenfalls fällten Mr. J und ich den Beschluss, gegen meine Pläne am nächsten Tag zurück nach Tel Aviv zu reisen Hebron zu besuchen. Leider hatten wir die „Breaking the Silence“ Tour um zwei Tage verpasst und mussten daher auf eigene Faust los. Mr. M (der mit dem Handy)( hat übrings einen eigenen Blog: http://www.volunteerisrael.wordpress.com/ ) gab mir noch ein paar Reisetipps. Nach kurzem Schlaf und den Rest der Magaritha als Frühstück gings vom CBS (Central Bus Station) Jerusalem für 8.80 NIS (ca 1.50 Euro) nach Hebron. Die Fahrt mit einem normalen Reisebus durch Ostjerusalem über die Westbank nach Hebron. Der Weg verläuft wieder an Landschaften die den Golan Höhen in nichts nachstehen. Es ist wirklich cool und grün. Leider total verdreckt, überall liegt Müll, meistens Plastikflaschen und Bauschutt. Aber ab 25 Meter weg von der Straße liegen Felder, Plantage und grüne Landschaften. Insgesamt sind wir 90 Minuten unterwegs. Die Fahrt ist ein Wechselspiel, es geht von der Westbank immer wieder in einzelne Siedlungen wo die Haltestellen für diese Busline 160 liegt. Begrüßt werden wir in Hebron von einem Soldaten mit Maschinengewehr im Anschlag und noch drei andere Waffen am Körper.

- der gleiche Soldat bei der Abfahrt -

Erster Satz: „Are you jewish?“. Es kommen nicht viele Touristen nach Hebron. Als erstes sehen wir eine alte „Burg“ mit langer Geschichte, kurz gesagt handelt es sich um das Grab Abrahams (ja der Abraham) die über die Jahrtausende viele verschiedene Besitzer hatte und in verschiedenen Gotteshäuser umgewandelt wurde. Heute ist die eine Hälfte eine Moschee, die andere eine Synagoge. Beide Teile sind extremst von einander getrennt. Komplette Sicherheitskontrollen von oben bis unten und der Frage nach Konfession (Juden düfen nicht in die Moschee und Muslime nicht in die Synagoge). Überall ist Militär und kurzeitig glaubten wir die Armee beziehe Stellung nachdem eine Formation von SoldatInnen an einer Mauer ihre Maschienengewehre auf Passanten richtete.

Weder die Synagoge noch die Moschee noch die Stadt sind beeindruckend. Einzig die starken Kontraste. Wenn man es geschafft hat in den arabischen Teil zu kommen, merkt man den Unterschied zwischen eine Stadt die ca 50/50 geteilt ist und in der 500 Siedler gegenüber 150000 arabische Bewohner stehen. Ist schon mehr Leben, aber gleichzeitig ziemlich nervig von jedem Menschen angeschnorrt zu werden irgendwelchen Scheiß zu kaufen und das auch extremst penetrant. Und wegen den hygenischen Verhältnissen traue ich mich auch nicht eine „Hebron Falafel“ für 2 NIS (0.40 Euro) zu verzehren. Zwei Jugendliche zeigen uns ein Haus welches vor 2 Monaten von Siedlern am Shabbat angezündet worden sein soll. Am Shabbat kommen, habe ich mir ebenfalls sagen lassen, die Radikalen Siedler aus der Umgebung nach Hebron um den Aufstand zu üben. Auf dem Dach der Privatwohung angekommen SCHOCK. Wir stehen auf dem Dach direkt vor uns ein Checkpoint und NATO-Drath. Von den Bergen rund herum stehen 5 Militärbasen und wir können uns sicher sein, dass gerade in diesem Moment SoldatInnen durch ein Scharfschützengewehr auf uns geziehlt wird.

Auch hier kommen, sobald ich zurück in Deutschland bin die Bilder die mehr sagen. Die Stadt selber ist wie gesagt langweilig, auf dem Weg durch den israelischen Teil drehen wir um weil wirklich alles zu ist. Mr. M hatte uns gesagt, dass es im israelischen Teil nur 10 bewohnte Häuser gibt- jetzt glauben wir das auch…

Wir warten insgesamt zwei Stunden auf dem Bus, so sekundengenau die Busse in der Stadt kommen so unberechenbar sind die Fahrten in der Westbank. Wir treffen auf eine jüdische Amerikanerin welche gerade ihre Abschlussarbeit über die Siedlungspolitk schreibt und seit einem Jahr für ihre Recherchen in Jerusalem lebt. Das Gespräch ist sehr erfrischend und wir lernen genauso viel über die Siedlungspolitk wie sie über die Bewegung der „Anti-Germans“. Zwar soll an dieser Stelle nur ein Reisebericht stehen und nicht in die Politk abgeschweift werden, aber selbst die Siedlungspolitk die in Hebron sowieso nochmal krasser sein soll (vlt. Weil aus religösen Gründen geführt) schafft es nicht mich von meiner Israelsolidarischen-Postition zu bringen auch wenn ich mir an diesem Tag viele Gedanken gemacht habe- Am nächsten Tag in Yad Vashem konnte ich aber nach der Führung aufricht sagen „Yes, I thinking that I‘am a german Zionist“. Denn die Verrückten Siedler stehen nunmal Verrückten auf arabischer Seite gegenüber – nur das Siedler Panzer im Rücken haben, ich möchte mir aber nicht ausmalen was die andere Seite täte wenn sie diese Machtmittel hätte…Vielleicht sollte man, nachdem man sich seine Meinung geblidet hat einmal in die Position eines Israelis versetzen und dann die Argumente nocheinmal durchgeben, und das gleiche auch für die arabische Seite tun
Ach ist das alles verzwickt und führt an dieser Stelle viel zu weit! Diskussionen gerne ein anderes Mal. Den Abend verbrachte ich in der verdreckten, Basar anmutenden Altstadt von Jerusalem über den es sich nicht zu berichten lohnt weil es eben nur riesen Tourifallen sind. Auch hier kommen die Bilder wenn ich wieder da bin. Bei Mr.S in Jerusalem angekommen trifft um halb 3 Nachts ein weiterer German aus Wuppertal ein (Blog verlinkt). Wie klein die Welt ist.

Morgen kommt noch ein Bericht über Yad Vashem

מקסימלי alleine durch Israel

Zweiter von vier Teilen meiner kleinen Tour durch den Sonnenblunen- Staat. Der Rest kommt Morgen!

Da saß ich also, auf der Rückbank einer kleinen Miet-Limosine. Links neben mir Mr. J. Ein junger Mann der gerade sein FSJ in Amersfoord absloviert und wie ich hier im Urlaub ist. Getroffen haben wir uns am ersten Abend im Club. Die restlichen drei Personen sind die Volunteerin Mrs. K, ihr Vater und ihr Bruder, beide für einen 4 tägigen Kurztrip in Israel. Wir stellen fest, ich sitze in einem Auto einer mir unbekannten Marke mit 4 mir wildfremden Menschen und ich habe nur ein grobe Ahnung wohin es geht. Mister_J sowie Sy habe ich in Jerusalem gelassen. Sie machen sich auf dem Weg nach Yad Vashem, deren Bericht ist ja schon online. Mrs. K. fährt und hat zugleich die Tour für heute geplant, sie ist wie Mr. S seit fast einem Jahr in Israel und arbeitet soweit ich mich erinnern kann im Kindergarten für Kinder mit Behinderungen und besucht und hilft 4 Shoa-Überlebende. Erste Station ist Nazareth, über die Fahrt gibt es wenig spannendes zu berichten, ausser das es ohne weiteres möglich ist bei Tempo 100 und vollebladenen Auto Wurstbrote aus dem Kofferraum zu holen ohne dabei anhalten zu müssen. Nazareth selbst liegt im arabischen Teil und ist potthässlich! Wirklich! Es gibt dort nichts zu sehen außer die große, nicht zu übersehende Kirche die an der Stelle gebaut ist, wo Joseph und Maria vor Jesu Geburt gelebt haben sollen. Die Kirche ist sehenswert, hat zwei Etagen (Schrein unten)aber nicht das Highlight was man vielleicht erwartet.

Von Nazareth geht’s weiter in den Norden, längs des Sees Genezareth versuchen wir eine Ausgrabungsstädte zu finden, dass gestaltet sich aber um ein vielfaches schwieriger als erwartet. Anstatt die Stelle zu finden verzehren wir ein Eis und suchen weiter. Wir sind mittlerweile am Anfang der Golan Höhen und entsprechend gestaltet sich die Suche schwieriger als gedacht – Dafür gibt es aber eine atemberaubende Aussicht.

Nach ein wenig (ca 1 Stunde ) durchfragen erreichen wir die 4200 Jahre alte Ruine. Die Städte liegt kurz vor Rosh Pina und ist eine alte befestigte Stadt – besser gesagt, dass was davon übrig geblieben ist.
Wir sind neben dem Wachmann die Einzigen auf dem Gelände welches an machen Stellen so aussieht, als würde da immer noch gegraben und gebuddelt. Die Stadt hat, jedenfalls auf der Karte ein gigantisches Ausmaß gehabt. Übring geblieben sind zwei Wohneinheiten, die Überreste der Stadtmauern und des Tronsaals sowie der alte Wasserspeicher . Zugegeben es ist schon imposant über 4200 Jahre alte Steine zu trampeln.
Achja sagte ich bereits, dass die Aussicht super ist?

Alles Einsteigen es geht weiter. Von den 11 geplanten Zielen sind schon 4 gestrichen (wegen mangelnder Zeit) weiter in Richtung Golan! Golan? Aussicht Phantastisch!
Gigantisch! Und ungewöhnlich Grün! Ich werde dazu nichts sagen sondern einfach Bilder sprechen lassen (kommen im laufe des Tages!).
Nachdem wir drei Naturschutzgebiete angefahren sind, die leider alle schon geschlossen haben (Ursprung Jordan etc) geht’s über ehmaliges Syrisches Gebiet nach Jerusalem zurück. Heißt: Ab durch die entmilitarisierte Zone (jehar schlafende UNO Soldaten in Autos, da fühlt man sich doch glatt sicher..) Richtung Westbank. Die Gegend ist etwas karg, es laufen, ungewöhnlich für den israelsichen Teil Schaafe über die Fahrbahn… Am Ende des Sees Genezareth gibt es einen kleinen bade Zwischenstopp. Fast alle Stellen sind kostenpflichtig, am südlcihen Ende gibt’s aber eine kleine Stelle welche man kostenlos aufsuchen kann.(okay nebenan liegen noch die Minen aus dem Syrischenkrieg aber „who cares“) Die Abkühlung tut gut, nach mittlerweile 8 Stunden unterwegs bei geschätzten 35*C. Während Mrs. K Mr. J und Ich baden (die beiden Anderen latschen derweil auf den Wegen Jesu) geht die Sonne unter, und das richitig schnell, dennoch mega schön und ein geniales Gefühl. Wir fahren weiter, besser gesagt: ICH fahre weiter. Ja ich ganz alleine in einem Mietwagen der erst ab 24 Jahren versichert ist! Ich muss dazu sagen, dass ich nochnichteinmal aus der Probezeit raus bin und nicht annehme, den erforderlichen internationalen Führerschein zu haben aber nun gut. Ich fahre in die Dunkelheit, die Dämmerung dauert hier höchstens 30 Minuten, danach ist es Dunkel, Dunkel ist aber was anderes wenn man durch die Westbank fährt wo die Staßen in einem desolaten Zustand sind, es keine Warnschilder – dafür aber Haarnadelkurven(!) und solche Bodenwellen gibt, dass man entgegenkommende Autos, trotz eingeschalteten Nebelscheinwerfern nicht sehen kann und sie aus dem nichts auftachen. Diese Fahrt war krass! Man muss mega konzentriert sein – auf gute Bremsen vertrauen und die Leute die auf der Fahrbahn tanzen genauso ignorieren wie die Panzer die transportiert werden. Derweil unterhalten sich die Mitfahrer munter weiter und ahnen gar nicht welch ein Schiss ich zwischendurch habe als mir ein Laster in der Kurve fast das Heck weg fährt. Ähnlich ergeht es mir als auf Höhe von Ramallah auf einmal drei Leute mit Stöckern auf der Fahrbahn stehen… Nunja wir kommen heile in Jerusalem an und futtern für 25 NIS eine mega- giga- riesen Magaritha! – Die richtige Stärkung um Morgen meinen Besuch in der Hardcore-Siedlung Hebron anzutreten wo regelmäßig die Luzi brennt …

Rest Morgen- Es ist halb 4 morgens Akku leer – Euch einen guten Tag

PS: ICH SCHREIBE NIEMANDEN EINE POSTKARTE

Jerusalem Tag 1

Dies ist der erste ausführliche Teil über vier Tage in denen ich ohne Reisegruppe durch Israel toure. Der Rest kommt im laufe der nächsten Tage – bin viel zu fertig um jetzt was zu schreiben. Namen sind anonymisiert und machen Teile weggelassen


12:59 h wir kommen an der Central Station Tel Aviv an, 5 Minuten zu spät was bedeutet, wir müssen zwei Stunden auf den Zug nach Jerusalem warten. Wir nehmen den (vollklimatisierten und im besten Zustand befindlichen) Zug obwohl er etwa eine Stunde länger braucht (1:45) als der Bus, weil man uns gesagt hat, dass die Aussicht herrlich sei und wir unbedingt fahren müssten. Dem war auch so nach ca. 35 Minuten ist man aus der urbanen Umgebung raus und fährt, vorbei an Olivenbäumen in mal mehr mal weniger karg bewachsene Schluchten. Die Aussicht ist prächtig und unerwartet, waren wir doch bisher nur an der Küste und haben keine Berge erwartet. Zwischen den Hügeln tauchen immer wieder kleinere Ortschaften, verwachsen in den Berghängen auf. Die kleinen weißen Häuser machen den Eindruck einer gewissen Verschalfenheit, zwischen ihnen liegen einzelne Pfade von den man teilweise glaubt, sie seien seit Monaten nicht befahren worden (Ich habe den Entschluss gefasst, irgendwann für eine Mountain-Bike Tour zurück zu kommen), vereinzelt sieht man Bauern bei der Arbeit. Die 36 NIS (ca. 7.50 Euro) für Hin- und Rückfahrt waren gut investiert! Die Ankunft ist weniger spektakulär, der Bahnhof von Jerusalem stillt überhaupt nicht die Erwartungen die man an -das Jerusalem- stellt. Wahrscheinlich weil auch wenige Touristen wirklich die Zugreise auf sich nehmen ist der Bahnhof sehr klein. Anstatt geschichtsträchtiger Mauern sieht man ein Baseballstadion und eine riesige Shopping-Mall. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten und einen Abstecher in die Mall von Mister_J um sich ein passendes Hemd zu kaufen, damit er an der Klagemauer und anderen Sehenswürdigkeiten nicht rüpelhaft erscheint, finden wir Bus Nr. 6 der uns zur „Central Busstation“ Jerusalem bringt. Die Fahrt geht schnell und kostet 5.80 (bisschen mehr als 1 Euro). Von da aus geht es mit der Nummer 1 zur „Western Wall“, der Klagemauer. Der Bus fährt zum Teil durch das orthodoxe Viertel von Jerusalem, was für sich ein kleine Sehenswürdigkeit ist, jeder Mann trägt Anzug und Hut, ein Anblick an den man sich schnell gewöhnt und dennoch fühlt man sich im ersten Augenblick ein wenig in die Anfänge des letzten Jahrhunderts versetzt. Nungut der Bus fährt vorbei an dem Tempelberg direkt vor einem Tor zur Klagemauer, davor lungern ca 20 IDF Soldatinnen die wohl gerade nicht im Dienst sind, denn 100 Meter weiter stehen zwei bis an die Zähne bewaffnete Wachleute, einer in Blau eine in Grün gekleidet, scherzen aber wenn man sie fotografieren möchte klauen sie einem die Kamera ;) . Nach einer sehr laschen Sicherheitskontrolle ist man schon an der Klagemauer die absolut nicht auffällt.
Ich muss zugeben, dass ich sie mir größer vorgestellt habe. Der getrennte Bereich für die Frauen wirkt zudem wie ein Touri-Mekka. Die obligatorischen Fotos wurden gemacht alles angeguckt und die Mauer sogar berührt, ein Hauch von Geschichte – Juhu. Dann weiter durch einen Tunnel in den arabischen Teil zur al Aqsa Moschee, die ist leider nicht mehr für Besucher zugänglich, dafür gibt es aber trotzdem dicke Sicherheitskontrollen. Der Weg durch die Altstadt gleicht einer riesen Mall, jeder will einem irgendwelches Zeug andrehen, es lässt sich nur erahnen, dass das hier DAS Jerusalem sein soll. Nunja nach dem Durchkämpfen durch die Altstadt kommen wir im arabischen Teil von Jerusalem an. Es sieht genau so aus wie aus den Dokumentationen aus der Türkei oder ähnlichen Teilen der Welt kennt. Es ist mittlerweile 18:45 h Ortszeit, wir sollten um 18 Uhr unseren Kontakt in Jerusalem anrufen um festzustellen wo wir hin müssen und wie wir dahin kommen sollten. Der erste Anruf an einer Telefonzelle direkt vor einem arabischen Handy-Stand brachte kein Erfolg, könnte daran gelegen haben, dass die Telefonleitung mitten auf der Straße lag und das Kabel offensichtlich nicht eingesteckt war. Die nächsten zwei Versuche lassen mich mit einer automatischen Stimme reden von der ich glaube, dass es eine Mailbox sein soll. Bei der zweiten Nummer das gleiche. Leicht verzweifelt stehen wir in Ost Jerusalem als von hinten eine Stimme auf deutsch kommt und sagt: „Wollt ihr vielleicht telefonieren“. Und uns wird ein Handy gereicht, bei den Telefonzellen kann man ja nicht sicher sein woran es gelegen hat, dass man keinen Kontakt bekommen hat. Aber das gleiche: Mailbox. Es folgt ein Dialog ungefähr wiedergegeben:
„Wohin wollt ihr denn“
„Wissen wir nicht wirklich, wissen auch nicht wie wir S. Jetzt erreichen sollen“
„S? Welcher S?, der von ASF?“
„Jo genau der“
„Ahh ich penn Heute auch bei jemanden von ASF, wenn wir die gleichen meinen, müsst ihr da und da hin, dann sind das Zimmernachbarn“
Ich notiere die Adresse, besser Wegbeschreibung, „runter nach En Karem wenn ihr mit dem Bus am >>Aqua< < vorbei seid ists zu weit, da müsst ihr an eine blaue Tür klopfen" ein wenig kurios ist die ganze Sache schon. Die Wege vom unheimlichen Fremden und uns trennen sich – er streift ein wenig durch die Gegend, wir essen Falafeln für 6 NIS (ca. 1,25 Euro) und suchen ein Taxi. Die Angebote reichen von 50-85 NIS für einen Weg der insgesamt 20 Minuten mit dem Taxi dauert. In En Karem angekommen (der Ortsteil von Jerusalem wo wir nächtigen sollten) suchen wir die Übernachtungsstelle. Nach ein wenig hin und her finden wir „die blaue Tür“ mit Aufklebern behangen an der wir klopfen sollten. S. öffnet ! Wir sind erleichtert und ein wenig verwirrt weil wir uns fragen warum er nicht an sein gottverdammtes Handy gehen kann. Nunja wir sind da. Die Wohnung ist viel größer als erwartet. Das ganze Haus ist ASF von der Stadt zur Verfügung gestellt worden und hat riesen Zimmer. Unten wohnen zwei Freiwillige oben mindestens eine. Die beiden Lebensbereiche sind äußerlich deutlich voneinander getrennt ;) Wir hausen im rustikaleren Teil. Es gibt eine kleine privat-Besichtigung von En Karem, En Karem ist der Ort, an dem Johannes der Täufer geboren sein soll. Oben (Ja Jerusalem ist um ein vielfaches bergiger als man es sich vorstellt), eine halbe Stunde Fußmarsch entfernt liegt Yad Vashem, daneben der Herzel-Berg und der Jerusalem Wald. Das ganze ist wiedermal ein wunderschöner Ausblick. Nach der Besichtigung gibt’s ein kostenloses Eisauschlecken von der örtlichen Eisdiele die gerade schließt. Zudem treffen wir den zweiten nicht-an-sein-Handy-geher (Mr.J) wieder. Im Kiosk holen wir uns die Abendverpflegung und Quatschen uns in den Abend. Mr.J erzählt mir, dass er heute mit der auch im Haus wohnenden Freiwilligen und deren Bruder und Vater durch Israel getravelt ist und Morgen richtung Golan ganz vielleicht ein Platz frei wäre. Er fragt freundlicher Weise für mich nach und unsere kleine Reisegruppe stellt sich auf die Trennung ein. Ich werde am nächsten Tag Richtung Golan Höhen ziehen und dort so einiges erleben.
Das aber Morgen:)

M.

Back im „Big Orange“

Hey Guys,
wir sind nach unserem zweitägigen Jerusalem-Trip zurück in Tel Aviv. מקסימלי ist noch unterwegs in der Westbank und schlägt sich Richtung Hebron durch. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Genossen in En Kerem (Jerusalem) bei denen wir die Nacht von Sonntag auf Montag verbringen konnten. Schon spaßig, wie man plötzlich in einem Jerusalemer Bergdorf auf 6 Deutsche trifft.

Gestern haben Mister_J und ich uns „backpackermässig“ pünktlich um 8:30 h zu fuss Richtung Yad Vashem aufgemacht und einen kleinen Wandertrip durch israelischer Berge gemeistert.
Yad Vashem, ihr könnt es euch denken, ist beeindruckend, bedrückend und zugleich fazinierend.

Bis dem Bus zurück in Jerusalem Innenstadt haben wir noch die Standardziele abgefertigt: Grabeskirche, Klagemauer, die vers. Tore und Jerusalemer „Old City“. Nach einer Falafel im arabischen Viertel sind wir noch zum Mountain Zion und konnten einen ersten Blick auf den „antifaschistischen Schutzwall“ der Israel vor Anriffen aus der Westbank schütz, erhaschen.

Westbank

Richtung Jerusalem Malha (Railway Station and the biggest mall in the middle east) haben wir uns verlaufen dabei sind 2 kleines Spots entstanden. Würde gerne mehr uploaden aber mir fehlt die Zeit und der Upstream ist hier mehr als besch*ssen.

Lost in Jeruschalajim

Action! (ein bisschen …)

Vllt. kommen nachher noch ein paar Fotos.
Greets from Tel Aviv, Gordon Beach, Sy

PARTY in T. A. / survived!

Party war genial letzte Nacht.

Wie bei twitter schon beschrieben. So eine Partynacht endet, ähnlich wie in Deutschland, mit Polizei in den Straßen. Nun gibts das Video dazu:

rock on! SY

- ATTENTION -
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